Homepage von Manfred Simon (www.astro-manni.de)

Sternbedeckungen durch Kleinplaneten

Begonnen habe ich mit diesem „Spezialgebiet“ der Astronomie erst im Frühjahr 2021. Meine Ergebnisse sind aufgeführt in den folgenden Unterordnern:

Links zu meinen Ergebnissen hier:

Sternbedeckungen positiv
Sternbedeckungen negativ

Kleinplaneten befinden sich nicht nur, aber vor allem, im sog. „Asteroidengürtel“ zwischen Mars und Jupiter. Da sie meist nicht sehr groß und weit entfernt sind, ist deren Erforschung – z.B. mittels Teleskope oder teuren Raumfahrtmissionen - nur begrenzt möglich. Doch mit den heutigen fotografischen Möglichkeiten können auch Amateurastronomen – in Teamarbeit – dazu beitragen, mehr über Kleinplaneten zu erfahren. Und damit die Wissenschaftler unterstützen – man nennt dies heute „Citizen Science“.

Zieht ein Kleinplanet vor einem Stern vorbei und bedeckt ihn dadurch, gibt es auf der Erde einen „Schattenpfad“, der unterschiedlich breit sein kann. Wenn nun mehrere Beobachter dies mit genauen Zeitangaben dokumentieren, werden sog. „Sehnen“ (engl.: chords) erstellt, aus denen dann Größe und Kontur des Kleinplaneten dargestellt werden können. Aber auch „negative“ Ergebnisse können dazu beitragen, die genaue Bahn besser zu dokumentieren.

Ein wunderbares Beispiel für solche "Chords" ist die Bedeckung des TNO-Objekts (84522) 2002 TC302 am 11.11.2021, siehe nachstehender Link, bei dem viele Beobachter aus Nordamerika und aus Europa (auch ich, wenn auch mit negativem Ergebnis) mitgemacht hatten:   http://euraster.net/results/2021/20211111-2002TC302_crd.gif

Aufgenommen werden kleine „Filmchen“ mit kurzbelichteten Aufnahmen mit „aufgestempelten“ Zeitangaben – bei den Sekunden mit mehreren Stellen hinter dem Komma - in UT-Zeit. Hierzu eignen sich am besten Astrokameras mit eingebautem GPS-Empfänger. Meine Astrokamera „ASI 178MC“ hat dies aber nicht, deshalb verwende ich hierzu die „Meinberg NTP-Software“ zur Synchronisierung der Laptop-Uhr mit den Zeitservern. Diese Ergebnisse sind dadurch etwas ungenauer als.diejenigen, die mit GPS-Empfänger ausgestatteten Kameras erlangt wurden.

Die voraussichtlichen Bedeckungen für meinen Standort entnehme ich dem Programm „Occult Watcher“ von Hristo Pavlov (Australien), siehe http://www.occultwatcher.net/. Und die Ergebnisse melde ich dann mit einem „Report“ an Eric Frappa, der das Portal http://euraster.net/ betreibt.